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Liebe Besucher von Five for Life!
Was findet man bei Ihnen im Keller alles? Die Skiausrüstung, den Notvorrat, Koffer, das Weinregal, Pneus, alte Möbel, das neue Fahrrad, Bücher, Werkzeug, Gartengeräte, Putzmittel, die Entsorgungsecke, das Gästebett, den Weihnachtsschmuck, 30-jährige Kinderspielsachen, Heizgerät und Ventilator und den Computer, den man schon lange auf Ebay versteigern wollte?
Keller stehen für unsere Vergangenheit, unsere Wurzeln, unsere Verwandten. Wer im Keller besonders viel stapelt und verstaut, tut sich oft auch schwer, Probleme mit Verwandten zu lösen oder Vergangenes zu klären. Der Gedanke "ich sollte den Keller aufräumen" fühlt sich etwa gleich an wie "ich sollte meine Mutter wieder mal anrufen", das Aufräumen selbst ist so schwierig wie die Einladungsliste zum Fest mit Verwandten.
Wer Mühe mit Entsorgen von Dingen hat, neigt eher dazu, auch Mühe mit persönlicher Problemlösung in Bezug auf Vergangenes und Verwandte zu haben. Man schiebt das Problem erst mal weg (in den Keller) und später kommen neue Probleme dazu, die die alten verdecken. Je länger das Problem im Versteckten liegt, desto schwieriger wird es, es zu lösen. Die Pendule - das mittlerweile 20-jährige Hochzeitsgeschenk von der "schwierigen" Tante Julia kann man doch jetzt nicht einfach wegwerfen...
Wir machen uns etwas vor: denken, das Ding findet vielleicht doch mal noch den Weg an eine Wand in unserer Wohnung, vielleicht gefällt es mal einem unserer Kinder, vielleicht fragt Tante Julia mal, ob die Uhr noch läuft, vielleicht ist sie ein kleines Vermögen wert für einen Sammler? Leider nein, nein, nein, nein.
Also; weg mit dem Zeug. Am Besten planen Sie das Aufräumen des Kellers nicht fix in Ihrem Kalender. Warten Sie auf die Loslass-Stimmung (die kommt immer wieder), aber dann fangen Sie mal bei den schwierigsten Dingen an. Meist wird der Rat erteilt, zuerst die einfachen Dinge zu entsorgen. Das bringt einen aber nicht so weit. Wenn Sie die schwierigen Sachen erst mal los sind, fliegen die einfacheren nur so hinterher, bestimmt.
Und wenn es gelungen ist, achten Sie einmal darauf, wie Sie nun mit Vergangenem und Beziehungen zu Verwandten umgehen. Es ist nicht erstaunlich, wenn alles etwas "leichter" geht. Versuchen Sie es!
Liebe Grüsse bis zum nächsten Mal
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